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Unitechnik

Bild: Unitechnik

Automatischer Betonaustrag optimiert

Viele Unternehmen setzen bei der Betonverteilung heute noch auf manuelle Prozesse.

Die Gründe hierfür liegen in einer schweren Dosierbarkeit des Werkstoffs und oftmals auch auf Grund von Erfahrungen mit unzureichenden Ergebnissen beim automatischen Betonieren.

UniCAM.10, der Leitrechner von Unitechnik speziell für Betonfertigteilwerke, ermöglicht jetzt, so der Hersteller, eine bessere Nutzung des automatischen Betonverteilers.

Diese Information beruht darauf, dass ein neuer Algorithmus installiert wurde und die Software ein räumliches Abbild des erforderlichen Betonaustrags auf einer Fläche erstellt, welches als Vorlage für den Betonverteiler dient.

Auf diese Weise wird die Einhaltung der gewünschten Schichtdicken ermöglicht und die Taktzeiten in der Produktion sinken.

Beton ist der teuerste Zukauf bei der Produktion von Elementdecken und Doppelwänden und damit besteht eine direkte Korrelation zu den Produktionskosten.
Wird beispielsweise eine Elementdecke mit einer Betonstärke von 60 mm verkauft, aber tatsächlich eine Stärke von 63 mm produziert, ergibt sich eine Kostensteigerung um 5 Prozent, die durch den Ertrag nicht gedeckt wird.

Zum anderen ist darauf zu achten, dass eine homogene Schicht entsteht.

Das gelingt beim automatischen Betonieren bisher oft nur durch manuelle Nachbesserungen.
Die Gründe liegen unter anderem an der schweren Dosierbarkeit von Frischbeton sowie an oftmals unzureichende Ergebnisse beim Betonieren von Schrägen.

Auch mehrere Fahrten des Betonverteilers über ein Element stehen oft auf der Tagesordnung, was verlängerte Taktzeiten in der Produktion ergibt.

Mit dem neuen Algorithmus für den Leitrechner UniCAM.10 bietet sich jetzt die Möglichkeit, das Ergebnis automatischer Betonverteiler signifikant zu verbessern und manuelle Nachbesserungen sind somit nicht mehr erforderlich, so die weitere Darstellung.

Die neue Vorgehensweise beruht darauf, dass der automatische Betonverteiler in einem festgelegten Abstand an Schalungen, Aussparkästen und Einbaurahmen vorbeifährt und um den fehlenden Beton an den Rändern auszugleichen, wird daneben ein Wulst betoniert.

Dieser wird beim Verdichten glattgestrichen und sorgt so für eine gleichmäßige Schichtdicke des gesamten Elements.
Für die technische Umsetzung erstellt, wie bereits dargelegt, der Leitrechner zunächst ein räumliches Abbild des erforderlichen Betonaustrags, welches die Eigenschaften des Betonverteilers, wie die Austragsbreite und die Anzahl der Schnecken bzw. Klappen berücksichtigt.

Anschließend berechnet der Algorithmus die optimalen Fahrstrategien, Randabstände und Wulsthöhen und übermittelt die Parameter an den Betonverteiler.

Die Maschine fertigt nun durch einen geschickten Einsatz der Schnecken oder Klappen ein dreidimensionales Betonelement.
Auch Elemente mit Schrägen lassen sich mithilfe der Technik automatisch betonieren.

Dazu wird ein Betonwulst parallel zur Schräge aufgebaut, aus dem sich die Spitze des Elements formen lässt.

Der Anbieter betont, dass der neue Verteileralgorithmus die Fahrstrategien der Maschinen optimiert und so die Taktzeiten in der Anlage reduziert werden.

Zusätzlich stellt der Leitrechner sicher, dass immer genau die zutreffende Betonmenge ausgetragen wird.

Der tatsächliche Materialverbrauch wird permanent durch Wägezellen am Betonverteiler ermittelt und an die Software zurückgemeldet.

Anwender profitieren so von einer hohen Transparenz bezüglich ihrer eingesetzten Rohstoffe und erzielen Kostenoptimierungen in der Produktion.

Die neue Software lässt sich auch an bestehende Maschinen einfach implementieren.

Oktober 2017