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Funke

Bild: Funke Kunststoffe

23 km Kanalrohre im Freizeitpark verlegt

Seit Ende 2016 entsteht unweit des Ortes Leutkirch, direkt auf der Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg, der Center Parcs Park Allgäu.

Bereits Ende 2018 sollen die ersten Gäste in die insgesamt 1.000 Ferienhäuser im Urlauer Tann einziehen können.

Um die Parkanlage herzustellen, sind mehrere hunderttausend Tonnen Material zu bewegen.

Allein 100.000 t Beton wurden bereits abgebrochen und zu hochwertigem Recyclingmaterial verarbeitet, welches im Anschluss wieder als Ersatzbaustoff verwendet werden kann.

Der gesamte überschüssige Bodenaushub wird auf dem Gelände zu einem baumhohen Hügel aufgeschüttet, der den Gästen im Winter als Rodelbahn dienen soll.

Der Aushub macht unter anderem einem über 23 km langen Abwasserleitungsnetz Platz.

Bemerkenswert hierzu ist, dass die städtischen Erschließungsaufgaben auf den Vorhabenträger übertragen wurden, womit die Center Parcs Allgäu GmbH eigenverantwortlich die Wasserleitungs- und Kanalnetze im Gelände verbaut und den Anschluss an die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung der Stadt Leutkirch herstellt.

Beruhend auf den Erfahrungen, welche die Beteiligten bereits bei anderen Projekten gemacht haben, wurde entschieden, dass bei den Hausanschlüssen und Sammlern das HS®-Kanalrohrsystem der Funke Kunststoffe GmbH verbaut wird.

Mit der Verlegung eines großen Teils der Rohre ist die Max Wild GmbH aus Berkheim beauftragt worden; die Gesamtplanung liegt in den Händen der Fassnacht Ingenieure GmbH aus Bad Wurzach-Arnach.

Auf einer Fläche von 184 Hektar, was einer Fläche von 258 Fußballfeldern entspricht, entsteht innerhalb einer rund zweijährigen Bauzeit ein kompletter Ferienpark der neuesten Generation.

Im Oktober 2016 erfolgte nach einer achtjährigen Vorbereitungszeit der erste Spatenstich.

In den 1.000 Häusern unterschiedlicher Typen werden dann bis zu 5.000 Menschen wohnen können.
Insgesamt soll dann der ganzjährig betriebene Park bis zu 380.000 Gäste pro Jahr aufnehmen können.
Diese können sich, je nach Vorliebe, unter anderem in einer 6.600 m2 großen tropischen Badewelt mit Wellenbad, Wildwasserbahn und Außenbecken erholen.

In unmittelbarer Nähe wird zudem ein See angelegt, der von einem ebenfalls neu angelegten Bach gespeist wird.

Für die Ableitung des Wassers sorgen dann die HS®-Kanalrohre (16 kN/m2 nach ISO 9969) von Funke, die zur besseren Unterscheidung verschieden eingefärbt sind; so sind die Regenwasserrohre blau und die Schmutzwasserrohre braun.

„Die Rohre aus PVC-U, die mit Nennweiten zwischen DN/OD 160 für die Hausanschlüsse und DN/OD 315 für die Sammler und einer Baulänge von 3 m eingebaut wurden, sind für Tiefbauaufgaben entwickelt worden, bei denen es auf eine hohe Ringsteifigkeit ankommt“, erklärt Gerald Barth, Fachberater Tiefbau des Herstellers.

„Die Rohre bieten uns die Sicherheit, dass sie langfristig dicht sind“, so Robert Rühfel, Leiter des Tiefbauamtes in Leutkirch und gleichzeitig technischer Leiter der dortigen Eigenbetriebe.
Er hat bei mehreren anderen Bauprojekten sehr gute Erfahrungen mit dem HS®-Kanalrohrsystem gemacht und setzt insbesondere auf die Langlebigkeit der Produkte. Die durchschnittliche Nutzungsdauer der wandverstärkten und wurzeldichten Vollwandrohre beträgt nach Herstellerangaben bis zu 80 Jahre, was von der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft-Wasser/LAWA bestätigt wird.

Der Tiefbauamtsleiter hebt zudem die Ring- und Längsbiegesteifigkeit der HS®-Kanalrohre hervor, die glattendig sind und mittels Doppelmuffen mit innenliegendem Steg verbunden werden.
Das Anschlaggeräusch des Spitzendes auf dem Muffensteg ist deutlich zu hören und signalisiert den Arbeitern auf der Baustelle im Urlauer Tann die korrekte Montage.

Diese Verarbeitungseigenschaften bestätigt auch Andreas Eugler, Bauleiter von Max Wild:
„Die Verlegung der HS®-Rohre läuft einfach und reibungslos. Das ist nur möglich, wenn das Produkt mitspielt“.
So hat sich auch beim Bauteams schnell Routine eingestellt, wodurch die Verlegeleistung immer weiter gestiegen ist.

Zudem können die fest eingelegten Dichtungen bei der Verlegung nicht herausgedrückt oder gar vergessen werden.

Ihre Dichtigkeit weisen die Rohrverbindungen nach DIN EN 1277 nach und können auch in den Wasserschutzzonen II/III nach ATW-DVWK-A 142 eingesetzt werden.

Sowohl für -0,3 bar Luftunterdruck als auch für einen erhöhten Wasserinnendruck von 2,5, bar ist die Dichtigkeit der Rohrverbindungen durch ein unabhängiges Institut nachgewiesen worden.

Auch der Umweltaspekt spielt eine zentrale Rolle beim Bau des Ferienparks.
„Der Park Allgäu entsteht in Bezug auf die Energieversorgung und die Baustandards auf der Grundlage eines ökologischen Gesamtkonzeptes, das die Grundsätze der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung berücksichtigt“, erklärt Dim Hemeltjen, Projektleiter für Center Parcs in Deutschland.

So investiert die Center Parcs Allgäu GmbH beispielsweise einen siebenstelligen Betrag allein in die Aufforstung des Geländes.
Auch bei den Ferienhäusern achtet der Bauherr auf die Schonung von Ressourcen.

Während das Abwasser sicher abgeleitet wird, versickert das gesammelte Regenwasser von den Dachflächen oder auch den Wege- und Hofflächen dezentral über Sickermulden, womit der im Wasserhaushaltsgesetz geforderten ortsnahen Bewirtschaftung des Niederschlags entsprochen wird.

Inzwischen ist der erste Teil der Tiefbauarbeiten im Bereich des Geländes von 750 Ferienhäusern termingerecht fertiggestellt, und die Tiefbauarbeiten im Bereich der 250 Häuser im gehobenen Segment sind planmäßig gestartet.

Geplant ist, dass bereits im Frühjahr 2018 Buchungen für Ende des Jahres möglich sind.

September 2017