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Fischer

Foto: Fischer

Sanierungen auf der Gotthard-Passstraße

Extreme Witterungsverhältnisse und eine hohe Verkehrsbelastung versetzten die Gotthard-Passstraße in der Schweiz in einen teilweise sanierungsbedürftigen Zustand.

Ein starkes Verkehrsaufkommen, eine enge und kurvenreiche Straßenführung sowie Gefahrenpotentiale wie Unwetter und Naturgewalten stellen hohe Ansprüche an die Sicherheit der -Passstraße.

Von 2014 bis 2019 wird der Abschnitt zwischen Göschenen und Andermatt vom Bundesamt für Strassen ASTRA instandgesetzt.

Die nun folgenden baulichen Maßnahmen befinden sich in diesem Teilabschnitt.

Seit April 2017 steht die Sanierung der Galerien Tanzenbein (Abschnitt Mitte und Süd) und Brüggwaldboden sowie des Fadegg-Tunnels an.

Diese Vorrichtungen schützen Verkehrsteilnehmer vor Steinschlag, Felsstürzen und hauptsächlich vor Lawinen.

Um die Sicherheit der Galerie Tanzenbein zu erhöhen, wurde das bestehende Dach verstärkt.

Hierzu kamen auf 250 Quadratmetern 1.900 fischer FCC-A Beton-Beton-Schubverbinder, bestehend aus Ankerstange und Spezial-Mutter, zum Einsatz.

Der Achsabstand betrug je nach Richtung 25 und 35 Zentimeter zueinander.
Zunächst bohrten die Betonbauer des zuständigen Bauunternehmens Implenia nach vorgegebenem Maß Löcher in den Altbeton.

Nach sorgfältiger Bohrlochreinigung befüllten sie diese mit dem 2 Komponenten-Injektionsmörtel FIS V.
Händisch brachten sie anschließend die FCC-A in den Injektionsmörtel bis zum Bohrlochgrund ein.

Nach kurzer Härtezeit sind diese Befestiger voll belastbar und nehmen nun Zug- und Schubkräfte auf, die in der Fuge zwischen Alt- und Neubeton auftreten, und leiten sie sicher weiter.

„Wirtschaftliche und hochqualitative sowie langlebige Systeme, die sich einfach und schnell montieren lassen, sind gerade auf anspruchsvollen Baustellen wie in der Schöllenenschlucht gefragt”, weiß Markus Unmüssig von SFS unimarket, dem Schweizer Importeur von fischer.

„Dort können die Launen der Natur auch noch im 21. Jahrhundert die Pläne für einen schnellen Baufortschritt durchkreuzen. Aus diesem Grund passen die bauaufsichtlich zugelassenen Befestigungen FCC-A und FIS V auf dieser Baustelle ins Konzept.”

Zusätzlich nutzte Implenia den FIS V zum Verankern neuer Bewehrungsstäbe, um vorhandene Stützwände zu verstärken und neue Leitwände mit den bestehenden Vertikalstützen zu verbinden.

„Die Lösung bringt viele Vorteile. Durch das System auf Vinylester-Hybrid-Basis wird die Verbundfestigkeit von einbetonierten Stäben übertroffen. Dabei wird die Zug- und Druckkraft zunächst über die Rippung der Bewehrungsstäbe in den Injektionsmörtel übertragen. Über Kornverzahnung und Verbundwirkung leitet dieser sie dann in den Beton ein. Mit seiner Vielzahl an System-Zulassungen wie in gerissenem Beton, Mauerwerk und Spezialanwendungen kann der FIS V vielfach eingesetzt werden.“, so Unmüssig weiter.

Insgesamt umfasst die „Erneuerung Schöllenen“ die gesamte Instandsetzung und Modernisierung der 5150 Meter langen Fahrbahn mit 357 Metern Höhendifferenz.
Inbegriffen sind Belag, Kunstbauten, Fahrzeugrückhaltesysteme und Medienleitungen.

Zusätzlich werden ein neuer, separat bergwärts geführter Rad- und Wanderweg erstellt und die Entwässerungssysteme verbessert.

Um einen zügigen Baufortschritt zu erzielen und den fließenden Verkehr den Umständen entsprechend nicht mehr als notwendig zu behindern, sind immer nur zwei Baustellen pro Jahr in Betrieb.

Ein Ampelsystem leitet den Verkehr zudem sicher durch die einspurigen Baustellenbereiche.

Unter Federführung des Bundesamts für Strassen ASTRA liegt, trotz schwieriger Bedingungen die Sanierung bisher genau im Zeitplan.

August 2017