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Wirtgen

Bild: Wirtgen

Deckschicht-Sanierung bei fließendem Verkehr

Die B3 erstreckt sich über 755 km vom norddeutschen Buxtehude bis zur Schweizer Grenze im Süden Deutschlands.

Auf Höhe der hessischen Gemeinde Jesberg wurde es erforderlich, den schadhaften Asphalt auf einer Fahrbahnseite auszufräsen, jedoch sollte auf der Gegenfahrbahn der Verkehr währenddessen ungehindert weiterfließen.

Insgesamt umfasste das Bauvorhaben den Ausbau von 1.200 m² der Asphalt-Deckschicht, bei einer Tiefe von 4 cm.

Die gesamte Fräsfläche verteilte sich dabei auf 13 einzelne, jeweils 3,50 m breite Teilstücke, die im Streckenverlauf in einem Abstand von 50 m bis 100 m aufeinander folgten.

„Wir haben uns bei diesem Job für eine Wirtgen Kompaktfräse vom Typ W 100 CFi entschieden, weil sie eine hohe Flächenleistung bei geringem Kraftstoffverbrauch erreicht und aufgrund ihrer Kompaktheit und Wendigkeit schnell von Einsatzort zu Einsatzort gelangt“, erklärte Alexander Emde, Betriebsleiter bei der VORO Straßenfräsdienst GmbH.

Für den Kunden von Vorteil ist, dass der Hersteller 8 Modelle der Kompakt-Klasse zur Auswahl bietet, wobei die Varianten Fräsbreiten von 1m bis 1,5m bieten und Frästiefen bis 330 mm ermöglichen.

Bei dieser Straßenbautätigkeit wurde die Wirtgen W 100 CFi mit einem 257 kW starken Dieselmotor eingesetzt, welche die Anforderungen der Abgasstufe EU Stage 4 / US Tier 4 Final erfüllt.
Zudem ist das Antriebsaggregat ist für eine maximale Frästiefe von 33 cm ausgelegt.

„Die Wirtgen Rundschaftmeißel der Generation X haben sich mühelos durch die 4 cm starke Deckschicht geschnitten und dabei ein sehr ebenes und schönes Fräsbild hinterlassen“, berichtete Sigbert Werner, Fräsenfahrer bei VORO. „Außerdem ist die Geräuschdämmung der Maschine sehr gut, der Motor läuft auch bei Volllast leise“, so Werner.

Ferner ermöglicht das Fahrdynamikpaket eine Fahrgeschwindigkeit von bis zu 7,5 km/h und damit ein schnelles Anfahren der jeweiligen Fräsfläche. Da sich die gesamte Baustelle über eine Länge von 1,2 km erstreckte, war dies essentiell für den schnellen Ablauf der Fräsarbeiten.

Ein neues Bedienkonzept mit Multifunktionsarmlehne und voll integriertem Nivelliersystem Level Pro Plus sorgte für optimale Fräsergebnisse.

„Nach kurzer Eingewöhnung auf die komplett neue Steuerung geht das Arbeiten viel leichter von der Hand als früher“, erzählte Sigbert Werner über seine Erfahrungen.

Außerdem entlasten viele Zusatz- und Automatikfunktionen den Bediener zusätzlich.
So trug bei den Arbeiten im Sommer 2016 auf der B 3 unter anderem auch das automatisch auf Knopfdruck einschwenkende hintere rechte Fahrwerk der Kompaktfräse zur schnellen Abwicklung der Fräsarbeiten bei.

Das Einklappen erfolgt ohne Absetzen der Fräswalze und ohne manuelles Entriegeln eines Bolzens.

Neben der „Grundposition“ sind beim rechten hinteren Fahrwerk auch die neue Position „Außen“ – hierbei steht das Fahrwerk im Schnittkreis und erlaubt so das einfache Ansetzen an der rechts angrenzenden Frässpur – und „Eingeschwenkt“ möglich.

Die erste Frässpur auf der B3 führte entlang einer Leitplanke.

Daher brachte Werner das Fahrwerk in die Stellung „Eingeschwenkt“, um mit der Nullkante entlang der äußeren Fahrbahn zu fräsen.

Damit der Kantenschutz beim Einsatz auf losem Untergrundmaterial – zum Beispiel Schotter oder auf angrenzenden Rasenstreifen wie in Jesberg – nicht absinkt, ist er mit einer aktiven Schwimmstellung ausgerüstet. Sie sorgt dafür, dass der Kantenschutz in bestimmten Intervallen angehoben wird.

Zur Unterstützung des Nivellier- und Fräsprozesses stand beim Ansetzen der W 100 CFi in die Frässpur auch eine Ansetzautomatik zur Verfügung.

Der Arbeitsvorteil:
Erreicht das Fräsaggregat die Fräsoberfläche, wird die Absenkgeschwindigkeit automatisch angepasst, die Fräswalze dringt reguliert bis auf den eingegebenen Sollwert ein. Zudem sind die Fahrwerke über die neue Millimeterhöhenfunktion in Schritten von 1 mm oder 5 mm justierbar, damit ist die Frästiefe präzise einstellbar. Über drei Memory-Höhenspeicher können die am häufigsten benötigten Höhenpositionen der Maschine gespeichert und schnell abgerufen werden.

Die Fräsarbeiten waren binnen weniger Stunden erledigt.
Alexander Emde war mit dem Ergebnis zufrieden: „Die W 100 CFi hat nicht nur ein sehr ebenes Fräsbild über die gesamte Fläche geliefert, sondern auch bei minimalem Verschleiß gearbeitet.“

Unmittelbar nach Abschluss der Fräsarbeiten konnte die neue Deckschicht eingebaut werden.

November 2016