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Schöck

Foto: Schöck - v.l.n.r. Dr. Harald Braasch, Peter Thorning, Thomas Stürzl

Joint Venture für die Herstellung von Glasfaserbewehrung

Wie die Schöck AG mitteilt, hat das Unternehmen mit dem Familienunternehmen Fiberline Composites A/S aus Middelfart in Dänemark ein Joint Venture gestartet.

Zweck des Unternehmens ist die Weiterentwicklung und Herstellung von Glasfaserbewehrung für verschiedene Produkte der Baden-Badener um den Einsatz von Glasfasertechnologie am Bau voranzubringen.

Die Anteile des Projektes liegen zu 25% bei dem dänischen Unternehmen, die restlichen 3/4 sind somit beim deutschen Anbieter.

Durch dieses Projekt bündeln die Unternehmen ihre Kompetenzen und Erfahrung von 15 Jahren mit der Zusammenarbeit und Weiterentwicklung von Glasfaserbewehrung.

Als Geschäftsführer der neuen Gesellschaft ist Thomas Stürzl benannt worden.

Die Struktur der Partnerschaft besteht darin, dass Fiberline das Fertigungs- und Prozesswissen liefert und verantwortlich für den Einkauf sowie die Prozesstechnik ist.
Schöck wiederum konzentriert sich auf die Produktion, die Weiterverarbeitung und die Vermarktung.
Als Sitz des neuen Unternehmens ist Halle/Salle angedacht, wo Schöck bisher Produkte und Produktbestandteile aus Beton und Kunststoff fertigt.
Dort soll dann die Produktion der Glasfaserbewehrung ab 2019 starten

Bis dahin erfolgt die Herstellung weiter über Fiberline in Dänemark.

Die beiden Partner reagieren mit dem Joint Venture auf den wachsenden Bedarf nach Glasfasertechnologie am Bau.

Das Material zeichnet sich durch seine besonderen Materialeigenschaften aus, denn es ist korrosionsbeständig, chemisch resistent, nicht elektrisch leitend und leicht zerspanbar.

Besonders hoher Nutzen verspricht zudem die geringe Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,7 W/mK im Vergleich zu Betonstahl (λ = 60 W/mK) und Edelstahl (λ = 15 W/mK).

Wie betont wird, ist es mit dem Material problemlos möglich die steigenden Standards für energieeffizientes Bauen (EnEV, Passivhausstandard) zu erreichen.
Weiter wird ausgeführt, dass die Glasfaserbewehrung nicht nur zur Energieeinsparung in Gebäuden beiträgt, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz in der Herstellung ermöglicht, denn es wird weitaus weniger CO2 ausgestoßen als bei der Produktion von herkömmlichem Beton- und Edelstahl.

„Schöck sichert sich mit dem Joint Venture die innovative Fertigungstechnologie von Fiberline für die Herstellung von Glasfaserbewehrung und hat damit die Schlüsseltechnologie im eigenen Zugriff“, bestätigte Dr. Braasch, Vorstand Technik.

Für die Kunden von Schöck bedeutet dies, dass sie Produkte mit Glasfaserkomponenten weiter in hoher Qualität und Lieferzuverlässigkeit erhalten, wie sie es von klassischen Bauprodukten aus Stahl und Edelstahl gewohnt sind.

Fiberline hingegen kann sich darauf konzentrieren, seine Fertigung zu optimieren und den Nutzen für seine Kunden zu erhöhen.

Die Kooperation zwischen Schöck und Fiberline geht auf das Jahr 2000 zurück.

In vier Jahren gemeinsamer Entwicklungsarbeit konnte Fiberline sein Fertigungsverfahren für die Herstellung von Bewehrungsprodukten verfeinern.

„Am Ende des Entwicklungsprojektes stand ein Produkt, das für mechanische und korrosive Belastbarkeit neue Maßstäbe setzte. Durch das Joint Venture wird es uns möglich, dieses Produkt breiter am Markt zu platzieren“, resümierte Peter Thorning, Geschäftsführer Fiberline.

Hier ein kleiner zeitlicher Überblick zum Produkt:
2004 erfolgte der Einstieg mit dem Produkt Combar im Tunnelbau vgl. (Glasfaserbewehrung im Tunnelbau).
2008 erhielt Schöck als erstes Unternehmen eine bauaufsichtliche Zulassung für Glasfaserbewehrung und 2010 erfolgte die Zulassung für den Thermoanker mit gleicher Materialtechnologie.
In diesem Jahr wurde dann die Weltneuheit Isokorb XT-Combar mit Zugstäben aus Glasfaserbewehrung vorgestellt.

August 2017